Ein Mixer führt Signale mehrerer Quellen zu einem Master-Signal. Der DJ kann dabei jedes einzelne, ankommende Signal (“Kanal”) modifizieren – also beispielsweise die Lautstärke anpassen oder die Equalizer-Einstellungen verändern – bevor das Signal zusammengeführt wird.
Dem Mixer ist dabei egal, woher das Signal kommt. Egal ob Plattenspieler, CDJ, Software oder iPhone: Der Mixer verarbeitet jedes analoge Signal. Anders als ein
Controller ist ein Mixer dabei unabhängig von Software.
Begriffe

Ein Battle-Mixer beschreibt meistens einen klassischen 2-Kanal Mixer, welcher oft im HipHop Bereich Verwendung findet. Er kann aber ebenso als günstiger Mixer für ein Bedroom-Setup verwendet werden. Battle-Mixer haben oftmals einen dominant platzierten Crossfader. Der Begriff Clubmixer beschreibt zumeist 4-Kanal Mixer, welche Häufig im Club verwendet werden und durch ihre robuste Bauweise für Langlebigkeit ausgelegt sind. Mit dem Begriff Mischpult werden meist Pulte mit vielen Kanälen bezeichnet, welche nicht für den Clubeinsatz, sondern eher für Bühne und Studio konzipiert sind. Man erkennt Mischpulte meist an Faderkappen, welche eine Wippenform aufweisen – anders als beispielsweise Clubmixer, welche meist gerade, senkrechte Faderkappen haben. Grundsätzlich gilt aber: jede Art von Mixer lässt sich für jeden Zweck verwenden. Die jeweilige Bauform eignet sich von der Haptik und Verarbeitung jedoch meist besser für das vorgesehene Einsatzgebiet. Ein 24-Kanal Mischpult ist zum Beispiel oft zu groß für eine DJ Kanzel im Club – ein Battle-Mixer hingegen bietet nicht ausreichend viele Kanäle für ein Setup mit vielerlei Quellen.
Funktionsweise
Ein klassischer Mixer funktioniert analog. Das bedeutet, dass die Aktion am Mixer immer die gleiche Reaktion hervorruft. Beispiel: Ein Line-Fader am Mixer funktioniert zum Beispiel wie ein Wasserhahn: Je mehr der Hahn (Kanal) geöffnet wird, desto mehr Wasser (Lautstärke) kommt heraus. Die Aktion “spricht” (anders als ein Controller) nicht mit der Quelle, sondern nimmt einfach alles an, was kommt. Das ankommende Signal kann dann natürlich noch weiter bearbeitet werden. Man könnte das Wasser (den Ton) zum Beispiel filtern (if you pardon the pun).
Anschluss
Quellen werden per analogem (meist rot/weiß Cinch) Kabel an einen Mixer angeschlossen. Jede Quelle hat dabei ein eigenes (doppeltes) Kabel und wird hinten an die Eingänge des Mixers angeschlossen. Generell gilt: Es können so viele Quellen angeschlossen werden, wie Kanäle am Mixer vorhanden sind. Oftmals lassen sich zwei Quellen pro Kanal anschließen und dann mit einem Schalter auswählen. So lassen sich bis zu 8 Quellen an einen 4 Kanal Mixer anschließen. Ein Anschluss von 4 Quellen an einen 4 Kanal-Mixer gilt aber als praktikabler, da man sich so nicht um den Quellen-Schalter sorgen muss.
Einsatz
Der Mixer ist die zentrale Schalteinheit in einem DJ Setup. Hier laufen alle Fäden zusammen. Daher ist ein Mixer für ein gutes Setup unerlässlich. Legt man allerdings ausschließlich mit Software Quellen auf (oder ist man bereit, jede externe Quelle durch die Software zu schleifen), kann man auch auf einen Controller mit Interface als Mixer setzen. Das populärste Beispiel ist wohl der Kontrol S4 von Native Instruments. Optisch kommt das Gerät einem Mixer sehr nahe, allerdings läuft ohne die Software nichts. Ein Standalone Betrieb ist ohne Computer nicht möglich. Daher empfiehlt sich für ein semi- bis professionelles Setup auf jeden Fall ein Mixer mit klassischer standalone-Mixereinheit.
Beliebte Funktionen
Beliebte Funktionen
Die Basisfunktionen eines Mixers sind:
- Line Fader: Regulierung der Lautstärke pro Kanal
- Potis: Equalizer (Einstellung der Höhen/Mitten/Tiefen pro Kanal)
- Master Fader/Poti: Einstellung der Gesamt-Ausgangslautstärke
Je nach Hersteller haben Mixer heutzutage noch weitere Funktionen an Board, zum Beispiel:
- Effekte (Delay, Flanger, Echo, …)
- Filter (high-pass / low-pass)
- PAN (rechts/links Ausgabe)
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